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Was ist los?

Was ist los? Mein März-Newsletter 


Marie Claire Newsletter

­von Nicola Le Vourch

Chefredakteurin

Liebe Leserinnen und Leser,


Sie erhalten diesen Newsletter auf eigenen Wunsch, gemeinsam mit weiteren 22.234 Menschen. Für alle, die das erste Mal reinlesen: Hier erfahren Sie, was uns in der Redaktion bewegt – persönliche Gedanken, Anekdoten, Highlights.

HIGHLIGHT

Meine besten News: Unsere neue Marie Claire zum Frühling ist druckfrisch im Handel und auch in unserem Onlineshop versandkostenfrei erhältlich!

In dieser neuen Ausgabe Edition „Secrets“ lüften wir Geheimnisse. Was können die neuesten Beauty-Produkte, wie sehen die neuen Mode-Trends aus?  Was sind die Geheimnisse erfolgreicher Frauen? Wir blicken in die Badezimmer der anderen und hinter die Türen eines Frauenhauses in München. Außerdem besuchten wir ein verborgenes Paradies der Erde: Die Pazifikinsel Palau – wo über Jahrhunderte hinweg bis heute Frauen das Sagen haben.

News aus den Bereichen Film, Kunst, Musik und Buch sind auch dabei und das Dossier verrät „Für was wir uns schämen“. Zudem lassen wir Frauen zu Wort kommen, die noch mit über 30 Jahren Jungfrau sind. Neugierig?

 

Die neue Marie Claire Frühjahrsausgabe können Sie hier bestellen

 

Oder ab morgen (Samstag, 28. März) im Handel kaufen! Für entspannte Lesemomente an den Ostertagen.

RÜCKBLICK

Am Dienstag, den 17. März, luden wir zu einem Event mit der Ledermarke Coccinelle im Coccinelle Store, in den Fünf Höfen München. Über diesen Newsletter hatten wir Leser:innen eingeladen zum Talk über „Mode als Mittel für Sichtbarkeit, Präsenz und persönlichen Ausdruck“. Ich moderierte die Gesprächsrunde mit der strategischen Kommunikationsberaterin Christiane Wolff und unserer Fashiondirektorin & Stylistin Natalie Manchot und freute mich über die zahlreich erschienenen Frauen, die sich an diesem Abend für uns Zeit genommen haben. 

Vielen Dank für das Interesse und die gemeinsamen Stunden!

 

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WAS MICH BEWEGT

Anfang März lief die Fashion Week in Paris und viele Designer präsentierten auf den Laufstegen ihre neuesten Prêt-à-porter-Kollektionen, also die Entwürfe, die tragbar sind und dann im Herbst/Winter in die Stores kommen. Die Straßen, Restaurants und Hotels in Paris sind zu dieser Zeit sehr voll und letztere stark überteuert. Aus diesem Grund übernachte ich schon seit einiger Zeit in einem sehr kleinen Hotel abseits des großen Fashion-Zirkus, das zwischen den Quartiers Marais und Bastille liegt. Das Personal ist ausgesprochen freundlich und in dem hauseigenen Café, in dem auch das Frühstück serviert wird, kommt man bei nur sechs Tischen immer ins Gespräch mit anderen Gästen. Diesmal fragte mich morgens beim Kaffee ein junger Mann, ob ich ihm eine Kunstausstellung empfehlen kann … er suchte ein etwas kleineres Museum, als den Louvre, da er keine Lust hatte stundenlang in einer Schlange zu stehen. Es folgte ein lebhaftes Gespräch über Sehenswürdigkeiten in Paris und Umgebung. Und er erklärte mir, warum er ganz allein unterwegs sei. Es stellte sich heraus, dass er Israeli ist und die Familie geplant hatte, den 60. Geburtstag seiner Mutter in Paris zu feiern. Doch der frisch entbrannte Krieg zwischen Israel/USA und dem Iran hatte die Pläne zerstört. Die Flüge wurden gestrichen. Doch da er bereits in Paris war, behielt er die Hotelreservierung, um eine Woche die Stadt zu erkunden. Ich horchte auf und befragte ihn zur Situation seiner Familie in Israel, ob sie regelmäßig einen Bunker aufsuchen und zu weiteren Situationen des Alltags. Unsere Themen weiteten sich aus – ins Politische. Er erzählte mir von unterschiedlichen Diskussionen mit jungen Menschen und dass manche ihn als Israeli per se als „Killer“ bezeichneten. Es regte ihn auf, dass viele junge Leute aufgrund von Social Media- Posts Rückschlüsse ziehen. Ohne Wissen, ohne Quellen zur Geschichte oder zur Gesamtsituation. Und schon waren wir beim Thema Internet und Social Media und das Thema Wissen. Ich lächelte und sagte, dass bei mir die Informationsflut durch das Netz mehr und mehr zu der Erkenntnis des Philosophen Sokrates führt, dem der aus der Antike stammenden Satz „Ich weiß, dass ich nicht(s) weiß“ zugeschrieben wird. Je mehr ich lese, sehe und erfahre, desto weniger habe ich das Gefühl zu erfassen, was echt und wahr ist. Ich habe zunehmend Schwierigkeiten Meinungen von Fakten zu unterscheiden und mir wird klar, dass mein Wissen nur ein kleiner Ausschnitt aus einem großen Wissensuniversum ist. Er habe genau den umgekehrten Eindruck, sagte der junge Mann. Viele Menschen haben heute schnell eine Meinung oder meinen alles zu wissen, da ja alles im Netz steht. Das konnte ich nachvollziehen, das Netz und vor allem die neuen KI-Abstracts von Google & Co. geben schnelle Antworten, vermeintliches Wissen ohne Quellen und lassen kaum Spielraum sich noch wirklich eine Meinung zu bilden. „Ich lasse mich gerne auf Diskussionen ein mit Menschen, die geschichtliches oder politisches Wissen haben, aber es ist schwer mit Personen zu diskutieren, die einen als „Killer“ bezeichnen, weil ihnen ein Social Media Post das sagt, erläuterte er. Seiner Meinung nach fehlen dafür die Argumentationsketten, die Quellen, die Zusammenhänge. Er habe den Eindruck, dass eine gewisse Überheblichkeit à la „Dank Internet und KI weiß ich alles“ zunimmt. Viele Leute wiederholen Plattitüden, ohne selbst zu denken, so sein Gedanke.

Ein Gedanke, der mich auch schon länger umtreibt. Wie oft frage ich gerade junge Redakteur:innen nach den Quellen ihres Beitrags. Immer öfter muss ich sehen, dass aufgrund der „KI-Abstracts“ überhaupt keine dialektische Auseinandersetzung mit verschiedenen Meinungen oder Fakten unterschiedlicher Herkunft stattfindet. Früher musste man nach einer „Suchmaschinen-Suche“ die unterschiedlichen Artikel einordnen und sich seine Antwort erarbeiten. Das entfällt – wir werden faul und urteilen zu schnell. Vorurteile bahnen sich ihren Weg. Und Vorurteile können Minderheiten und einzelne Menschen vernichten. Das bewegt mich in diesen Tagen und ich suche (zum Leid meiner erwachsenen Kinder) immer gerne den Diskurs mit anderen Menschen, statt einer Maschine zu folgen. Wir haben die Freiheit dazu, dies sollten wir nutzen und schätzen.

THEMEN AUS ALLER WELT

( Tipp: auf Google-Translate „Deutsch“ rechts oben im Eck des Beitrages klicken)

 

Interviews sind ein Zugang zu originärem Wissen oder Meinungen von realen Menschen und finden in allen MARIE CLAIRE Ausgaben weltweit statt.

 

MARIE CLAIRE Mexiko

Die ursprünglich aus Miami stammende Schauspielerin und Model Zoey Albert öffnete uns ihr Herz und sprach über ihre persönliche Entwicklung und die Projekte, die ihre bisherige Karriere geprägt haben …

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MARIE CLAIRE KROATIEN

Ägyptische Frau in Zagreb: Interview mit Mona Hodžić, Gründerin des Monami Ceramic Cafe

„Meine Architekturausbildung und die jahrelange Arbeit in einem Familienunternehmen in Kairo haben mir eine solide Grundlage gegeben. Ich habe gelernt, wie man führt, gestaltet und organisiert bleibt“, erzählt Mona Marie Claire Croatia

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MARIE CLAIRE UKRAINE

Harmonie von Natur und Technologie: Ein Interview mit Tetyana Chumak, Gründerin von TG Botanical

Meine Verbundenheit mit der Natur ist Teil meiner Wurzeln.

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DIESEN MONAT AM HÄUFIGSTEN AUFGERUFEN

 

Marie Claire Australien:

Welche Paare aus MAFS (Streaming Serie „Married At First Sight“) 2026 sind noch zusammen?

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Marie Claire Brasilien:

Chuck Norris unterbrach seine Karriere für 12 Jahre, um sich um seine Frau zu kümmern, die Opfer eines Behandlungsfehlers geworden war.

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MITMACHEN

Unter dem Motto „Wie Familie unsere Arbeit inspiriert“ laden Marie Claire und 
Ole Lynggaard Copenhagen am Donnerstag, den 23. April, zu einem exklusiven Brunch und Gespräch in den Ole Lynggaard Copenhagen Store, Promenadeplatz 2–6, München ein. Beginn ist um 10.00 Uhr.

Gemeinsam mit Camilla Amalie Wildfang Illum von Scholten, Marketing & PR Project Manager, Ole Lynggaard Copenhagen, spreche ich über das Leben als Mutter, als Unternehmerin, als kreative Frau. Wie prägt Muttersein unsere Arbeit? Wie bereichert Familie den Blick auf das, was wir erschaffen? Ein offener, persönlicher Talk über die Kraft, die entsteht, wenn beides zusammenkommt.

 

Marie-Claire-Leserinnen sind herzlich eingeladen – die Plätze sind limitiert, daher gilt „First come, first serve“. Senden Sie mir bitte unter contact@marieclaire.de kurz Ihren Namen per Mail für die Gästeliste und Sie bekommen eine Rückmeldung, ob Sie dabei sind.

BÜRO BÜRO

Welche Themen sind uns wichtig? Was wollen wir bei Marie Claire ausbauen und was lieber lassen? Wie sehen unsere Finanzen aus? Welche Projekte können wir realisieren? Und was sind unsere Ziele – jetzt und in 5 Jahren? Manchmal verliert man sich im Alltag und in vielen Details, umso wichtiger ist es ab und zu innezuhalten und sich zu justieren. Aus diesem Grund fahren meine Geschäftspartnerin und ich bereits seit Jahren ein Mal im Jahr in Klausur in ein Hotel: Gemeinsames Zimmer – arbeiten ohne Unterbrechung und eine Hotelküche, die uns mit bestem Essen versorgt. Kein Einkaufen, kein Kochen, keine Kinder abholen, dafür jede Menge Gespräche und Gedanken. Diesmal ging es in ein 5 Sterne Hotel in Österreich. Alles war perfekt. Das Zimmer neu, viel Holz und moderne Designelemente. Wir konnten intensiv arbeiten bis tief in die Nacht. Um 2:00 Uhr ermahnten wir uns, endlich mal schlafen zu müssen. Doch weit gefehlt – viele Lichtquellen hinderten uns daran, ins Bett zu gehen. Der Zentralschalter an der Tür unterbrach leider die komplette Stromversorgung – Handys und Laptops konnten nicht laden. Also suchten wir die große „Suite“ nach allen Lichtschaltern ab. Zwei Lichtquellen konnten wir erst nach langer Suche ausschalten, eine blinkende Musikbox und ein leuchtendes Servicetablet des Hotels wurden im Schreibtisch verstaut, ein Nachtlicht am Boden mit Taschen überstellt. Jetzt endlich ab ins Bett – aber nein! Das rote Licht des Fernsehers strahlte uns direkt ins Gesicht. Kennen Sie das? Lichtmüll? Unser Mittel der Wahl waren die dicken Bademäntel für den SPA, die wir über den Fernseher und dessen rotes Licht hängten. Eine Wohltat – der Bademantel erfüllte seinen Wellnesszweck und wir konnten endlich schlafen. Manchmal ist auch die kleine Pension mit nur einem Lichtschalter und zwei kleinen Leselampen am Bett eine gute Wahl – so mein Gedanke am Ende dieses Bürotages bzw. dieser Nacht.

Herzlichst

Nicola Le Vourch

DAS LETZTE WORT

hat heute Isaac Newton (Physiker 1643-1727)

 

„Was wir wissen, ist ein Tropfen, was wir nicht wissen, ein Ozean“

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