Wird diese Nachricht nicht richtig dargestellt, klicken Sie bitte hier.

Was ist los?

Was ist los? Mein Mai-Newsletter 


Marie Claire Newsletter

­von Nicola Le Vourch

Chefredakteurin

Liebe Leserinnen und Leser,

Sie erhalten diesen Newsletter auf eigenen Wunsch, gemeinsam mit weiteren 27.392 Menschen. Für alle, die das erste Mal reinlesen: Hier erfahren Sie, was uns in der Redaktion bewegt — persönliche Gedanken, Anekdoten, Highlights.

HIGHLIGHT

Mein persönliches Highlight waren die wunderschönen Pfingstrosen, die uns Anfang Mai vom Armani-Beauty-Team zugestellt wurden. Welch ein Duft und welch eine Freude! Sie stehen sinnbildlich für die zwei neuen Armani Düfte Si Passione Red Bloom und Si Passione Nude Bloom, die sanfte florale Eleganz versprechen. Jetzt zu Pfingsten sind meine liebsten Blumen überall zu sehen — oftmals teuer, aber eine wunderbare Form von Wertschätzung für liebe Menschen.

Die frühlingsfrische pinke Marie-Claire-Ausgabe können Sie immer noch hier bestellen.

RÜCKBLICK

Ende April veranstaltete Marie Claire gemeinsam mit Ole Lynggaard Copenhagen in der Münchner Schmuck-Boutique am Promenadeplatz einen Vormittag, der sich weniger nach Event anfühlte und mehr nach dem, was er war: ein offenes Gespräch unter Frauen. Bei einem gemeinsamen Brunch sprach ich mit Camilla Amalie Wildfang Illum von Scholten, Marketing & PR Project Manager bei Ole Lynggaard Copenhagen in Dänemark und selbst Mutter von drei Töchtern unter sechs Jahren. Wir gingen der Frage nach, die einfach klingt und es nicht ist: Wie verändert das Muttersein die Art, wie man arbeitet, denkt, gestaltet? Darauf gibt es keine allgemeingültige Antwort, doch scheint die Emotionalität des Familienlebens beruflich gestalterische Kräfte freizusetzen …

WAS MICH BEWEGT

An einem Sonntag im Mai half ich meiner Freundin beim Ausräumen der Wohnung ihrer Mutter (87), für die sie einen Platz in einem Pflegeheim in der Nähe gefunden hatte. Die zunehmende Demenz der Mutter hatte dies erfordert. Meine Aufgabe war nicht das Schleppen von Möbeln (zum Glück), sondern das Aussortieren von alten Büchern, Fotos, Zeitschriften und „Tinnef“ auf Fensterbänken und in Schubladen. Meine Freundin hatte schon eine Auswahl für das Zimmer ihrer Mutter im Pflegeheim zusammengestellt, und es war zu schwierig und emotional behaftet für sie, alles andere durchzugehen.

Zwar kenne ich ihre Mutter, dennoch widmete ich mich mit deutlich mehr Abstand der Aufgabe, mich durch mindestens 60 Jahre Zeitgeschichte zu arbeiten. Reiseprospekte aus den 70er-Jahren, Muscheln und Steine von Urlaubsstränden, Basteleien von vielen Kindern — die Mutter war Lehrerin. Und als informierte Lehrerin war und ist sie immer politisch und am Zeitgeist sehr interessiert. So war es kein Wunder, dass ich auf einen Stapel alter Ausgaben des SPIEGEL stieß. Und was ich sah, faszinierte mich: Die über 20 Jahre alten Cover von 2003 und 1999 hatten an Aktualität nichts eingebüßt.

2003 lag ein Präsident Trump noch in weiter Ferne, und dennoch wurden die USA schon als eingebildete Weltmacht beschrieben. Und seien wir mal ehrlich — hinter dem heutigen Modewort „Longevity“ steckt nichts anderes als der Wunsch, „gesünder, besser, länger zu leben“. Damit konnte man schon in den 90er-Jahren ganze 50 Sonderseiten füllen. Das hat mich innehalten lassen — wir denken, wir leben in einer völlig neuen, auch digitalen Welt, und dennoch: die großen Themen bleiben gleich. „Wo stehen wir als Gesellschaft, was wollen wir für unser eigenes Leben?“

Ich denke, es ist umso wichtiger, als Zeitschrift auch immer unterschiedliche Blickwinkel auf ein Thema anzubieten. Neue Parameter, neue Erkenntnisse der Forschung und persönliche Eindrücke von Interviewpartnern, statt KI-generierter Antworten aus dem Netz.

THEMEN AUS ALLER WELT

(Tipp: auf Google-Translate „Deutsch“ rechts oben in der Ecke des Beitrages klicken)

Gesellschaftlich relevante Frauenthemen finden in allen MARIE CLAIRE Ausgaben weltweit statt.

 

MARIE CLAIRE USA

Der einflussreichste Esstisch in New York war letzte Woche mit Müttern besetzt.

LINK

 

MARIE CLAIRE Australien

Vier Autorinnen beleuchten die komplizierten Realitäten des Frauseins heute.

LINK

 

MARIE CLAIRE Griechenland

Das Recht, in der Öffentlichkeit zu stillen, ist nur in wenigen europäischen Ländern gesetzlich geschützt.

LINK

 

DIESEN MONAT AM HÄUFIGSTEN AUFGERUFEN

 

Marie Claire Taiwan

Welche Trends spiegelt die Juryliste der Filmfestspiele von Cannes 2026 wider? Ein Blick auf die Hintergründe der neun Juroren, die über den Gewinner der Goldenen Palme entscheiden werden!

LINK

MITMACHEN

Am 18. Juni laden wir Sie zu unserem ersten Marie Claire Afterwork ein — im Rosy Longevity Club in München.

Das Thema des Abends: Sportive Longevity — mit ausgewählten Kursen der Rosy-Instructor:innen, von Flow to Glow über Pilates Matwork bis Face Sculpt. Worauf Sie sich zudem vor Ort freuen können sind  exklusive Beauty-, Health- und Lifestyle-Partner, die das sportive Longevity Erlebnis erweitern. Im Anschluss bringt Sie ein entspannter Shuttle nach Hause, gestellt von Range Rover.

Wer auf die Gästeliste möchte — gern auch mit einer Freundin — schreibt uns kurz unter contact@marieclaire.de. Wir bestätigen die Plätze persönlich.

BÜRO BÜRO

Mal wieder viel zu spät abends saß ich alleine im Büro, als die Tür aufging und eine völlig aufgelöste Reinigungsfachkraft hereinkam. „Ach, Sie sind noch da“, sagte sie, „dann muss ich Ihnen was erzählen“, und ohne Luft zu holen empörte sie sich laut über das Bürogebäude, in dem sie zuvor geputzt hatte. „Stellen Sie sich vor, da war zuvor eine Feier!“ Und sie berichtete, dass überall halbgefüllte Gläser standen, eine Rotweinflasche war samt Inhalt umgekippt, der Boden war klebrig, stinkende Fischhäppchen lagen im Papiermüll. „Meine Arbeit ist Staubsaugen, Schreibtische wischen, Papierkörbe entleeren — so wie hier bei Ihnen. Mir alles andere vor die Füße zu werfen, ist respektlos!“, rief sie mit osteuropäischem Akzent. Und dann sagte sie etwas, was mich stutzig machte: „Wissen Sie, ich habe einen Status, ich bin Mutter — so kann man mit mir nicht umgehen.“ Ich beteuerte ihr, dass sie recht habe und so ein achtloses Verhalten wirklich respektlos sei, was sie beruhigte.

Einmal den Ärger ausgesprochen, konnte sie sich ihrer Aufgabe zuwenden. Doch in mir drehten sich die Gedanken weiter um den Ausspruch „Ich habe einen Status, ich bin Mutter“. Tatsächlich haben Mütter per se einen Leistungsstatus — sie haben für einen neuen Menschen gesorgt, der in die Gesellschaft hineinwächst. Doch nach dem Hochhalten der Mutterschaft im Dritten Reich und der Kinder-Küche-Kirche-Zuweisung der 50er/60er-Jahre wird Mutterschaft in Deutschland nicht unbedingt positiv eingeordnet. Mit dem Status Mutter wird die Jobsuche schwieriger, während der Status eines Diplom- oder Doktortitels einem ein höheres Gehalt einbringt. Klar, welcher Status angesehener ist. Dennoch — einem Menschen das Leben geschenkt zu haben und ihn gut in die Gesellschaft einzugliedern, ist ein Status, der gewiss Achtung und Respekt verdient — und den man nicht nur einmal im Jahr zu Muttertag hochhalten sollte. Ich — ebenfalls Mutter von zwei Kindern — habe dann jedenfalls meinen Laptop zugeklappt, mit dem Gefühl und verschmitzten Gedanken: „Für heute habe ich genug geleistet — ich bin ja schließlich Mutter.“

Herzlichst

Nicola Le Vourch

DAS LETZTE WORT

hat heute Alexandra Aschbacher, Chefredakteurin von ff (Südtiroler Wochenmagazin):

„Mutterschaft ist eine zutiefst politische Kategorie. An Müttern sehen wir heute die Auswirkungen von Arbeits-, Familien- und Sozialpolitik. Eine Politik, die sich an Müttern ausrichtet, wäre eine gute Politik für alle.“

Wenn Sie diese E-Mail (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier kostenlos abbestellen.
Marie Claire Verlag GmbH
Tess Buchele
Gautingerstr.13
82061 Neuried
Deutschland

+49 89 52038751
[email protected]
www.marieclaire.de
CEO: Tess Buchele und Nicola Le Vourch
Register: HRB 291037
Tax ID: DE367128679